Kompressor: Mit Hochdruck gespeichert

Alle Technologien, mit denen Kohlendioxid in fossil befeuerten Kraftwerken abgetrennt wird, erfordern weitere Schritte, in denen das Gas verdichtet, in Pipelines über größere Entfernungen transportiert und dann in große Tiefen zu den unterirdischen Lagerstätten in ausgewählten geologischen Formationen gepumpt wird.

Die dazu notwendigen Kompressoren werden seit einigen Jahren mit Hochdruck auch in Deutschland entwickelt. Stand der Technik ist derzeit ein achtstufiger Getriebekompressor, der das Gas auf einen Enddruck von 187 bar verdichten kann. In Zukunft werden Verdichter ein wichtiger Bestandteil von emissionsreduzierten Kraftwerken sein. In einem Oxyfuel-Kombiprozess als Modellanlage macht die Kompressorleistung für Luftverdichtung und die Verdichtung von CO2 für den Abtransport in die Lagerstätte etwa 20 Prozent der Bruttoleistung des Kraftwerkes aus. Wenn man also die Effizienz der Verdichter und ihrer Dampfturbinen-Antriebe erhöht, verbessert dies auch entscheidend den Gesamtwirkungsgrad der Kraftwerksanlage. Im Blickpunkt stehen darüber hinaus die Integration der Kompressoren in die Gesamtanlage des Kraftwerkes sowie die Steuerung; hier treten im Vergleich zum herkömmlichen Einsatz der Kompressoren in der Prozessindustrie aufgrund der erheblich gestiegenen Baugröße neue Herausforderungen für Aerodynamik, Festigkeit und Rotordynamik auf.
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